28.04.-05.05.2019

Allein auf Föhr, allein, weil meine Juliane vor einem Monat starb. Ich fahre trotzdem gerade, ich will mich diesen Gefühlen auseinandersetzen will. Ich fahre an den Ort, der uns in den letzten sechs Jahren Fluchtpunkt wurde, ein Ort an dem wir Therapiefahrten, den Alltag vergessen konnten. Jetzt habe ich Angst vor den Gefühlen, die mir dort begegnen. Aber es ist nicht so heftig, wie ich befürchte. Ein paar Begegnungen rufen Schmerz oder besser Wehmut in mir hervor. Es sind oft so Fragen, „wie geht es dir“ oder auch so unbedarft, „Wo haben sie denn ihre Frau gelassen“. Meine Antwort ist schon fast krass, aber dann fange ich mich ein und kläre. Die Fragenden können sich doch nicht vorstellen, wie sich Trauer anfühlt. Ich habe schöne Bilder gemacht!

Es waren schöne Tage, auch wenn ich im Grunde allein war. Mein Hund Hummel, hat mich natürlich sehr abgelenkt, aber wenn ich traurig wurde versuchte sie mich abzulecken…so wie sie es bei Juliane auch machte, wenn sie immer wieder traurig wurde, weil kaum ein Medikament die Wirkung zeigte, die wir uns letztlich erhofft haben.

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